… und wir können uns freuen wenn es regnet.

Regen ist Wasser – Wasser fürs Leben.

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Jeden Tag verbrauchen wir ca. 128 Liter davon, jedoch nur ca. drei Liter zur Zubereitung von Speisen und Getränken. Wasser sprudelt zwar in scheinbar unbegrenzter Menge aus dem Hahn, jedoch steigt der Aufwand zur Aufbereitung ständig an. Regenwasser kommt aus dem natürlichen Kreislauf der Natur und kann häufig Trinkwasser ersetzen. Das Rückhalten des Regenwassers entlastet die Kanalisation. Nach und nach wird das Wasser über die Toilettenspülung und Gartenbewässerung wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt.

Bestandteile der Anlage

1. Der Regenwassertank

Die Größe des Tanks ist abhängig von der Dachfläche und der Anzahl der Verbraucher. 5000 Liter für ein Einfamilienhaus sind üblich. Das Regenwasser wird vor und nach dem Tank gefiltert. Es gibt Erdtanks und Tanksysteme (mehrere kleinere Tanks werden verbunden) für den Keller. Erdtanks sind aus Kunststoff oder Beton, es gibt auch befahrbare Ausführungen.

2. Die Pumpe

Sie bringt das Regenwasser in einem eigenen Rohrsystem zu den Verbrauchern.

3. Die Verbraucher

Mögliche Verbraucher sind: Toiletten, Gartenbewässerung, Waschmaschine, Putzen.


Wer Voraussetzungen schafft, um die vom Dach abfließenden kostenlosen Niederschläge zu speichern, erreicht Vorteile für sich, das Allgemeinwohl und die Umwelt:

  • Verringerung des Trinkwasserverbrauches
  • Verminderung der Abwassermenge
  • Finanzielle Einsparung

Traditionelle Verwendungsbereiche sind die Gartenbewässerung und die Reinigung von Haus, Hof und Gerät. Ausdrücklich zugelassen ist Regenwasser in Deutschland und der Europäischen Union für die Nutzung im Haus bei Toilettenspülung und Waschmaschine. Der Trinkwasserbedarf lässt sich durch diese Verwendungsbereiche entscheidend reduzieren; er beträgt zurzeit in der Bundesrepublik 140 Liter pro Person und Tag. Dies entspricht einer Menge von täglich 17 Kisten Mineralwasser. Aber nur das Volumen von fünf bis sieben Flaschen wird seiner Qualität entsprechend zum Kochen und Trinken verwendet.

Ein weiteres sowohl ökologisches als auch ökonomisches Produkt sind Komposttoiletten. Mit ihrer Hilfe wird der Eintrag von Fäkalien und allen Begleitstoffen (z.B. Rückstände von Arzneimitteln) in den Wasserkreislauf unterbunden. Schadstoffe und Keime werden in der Regel im Bodenmilieu effektiver abgebaut, als im Wasser bzw. in der Kläranlage. Darüber hinaus werden mittels der Komposttoilette die in den Fäkalien enthaltenen Nährstoffe als Pflanzennahrung für den regionalen Boden erhalten. Herkömmlich landen diese mit dem Klärschlamm auf der Deponie oder werden über das Abwasser und die Flüsse ins Meer geschwemmt.